Vom Li-La-Launebär zur Multimedia-Journalistin
Interview mit Bibi Krings, Dozentin an der Sommerakademie in Echternach
Eines ihrer bekanntesten Medienprojekte war die Produkion der Kindersendung Li-La-Launebär in den 80ern und 90ern für RTL, aber auch Serien wie “Super, Metty!” für Super RTL, und viele Sendungen für KIKA, ARD, ZDF oder Pro7 bleiben unvergessen. Journalistin Bibi Krings blickt auf eine erfolgreiche Karriere als Moderatorin, Buchautorin, Kommunikations-Coach und Dozentin an der Sommerakademie in Echternach. Dort gab sie uns ein exklusives Interview.
Bibi, wie lautet Ihr Fazit?
„Ich fand es wirklich spannend. Obwohl das Thema im Grunde immer gleich bleibt, ist es toll, immer wieder neue Leute kennen zu lernen und mit jungen Menschen zu arbeiten. Es findet ein reger Austausch statt, und auch ich lerne dadurch ständig dazu. Ich bekomme sofort ein Feedback, ob das, was ich vermittle, auf fruchtbaren Boden fällt, und ob die Studenten mein Interesse an der Materie, oder besser, an dem Medium, teilen.”
Sie können bisher auf eine erfolgreiche Karriere blicken, wie sind Sie zum Journalismus gekommen?
“Von Zufall zu sprechen, wäre wohl nicht richtig, denn ich habe schon früh gespürt, wo mein Interesse liegt. Ich habe mich an den Journalismus aber eher herangetastet, und mich nicht für ein Journalismusstudium, sondern erst einmal für eine Dolmetscherausbildung in Brüssel entschieden. Sehr schnell habe ich aber dann meine eigentliche Berufung gespürt und in den Semesterferien einfach mal frechweg bei Radio-Luxemburg nach einem Praktikum gefragt. Ich habe mich zugegebenermaßen gewundert, wie einfach es im Grunde war, denn die haben mir ohne viel Trara einen Platz gegeben. Ich habe dann gelernt, wo ich lernen konnte, “learning by doing” sozusagen, habe alles ausprobiert und über Praktika und Volontariat schließlich mein Ziel erreicht. Lernen, lernen, lernen, das ist es! Reinschnuppern und ausprobieren, ob es einem wirklich gefällt und dann am Ball bleiben.”
Die Medienlandschaft ist generell überlaufen, was raten Sie jungen Nachwuchsjournalisten?
“Machen, rangehen, nicht lange fackeln und natürlich lernen. Wer eine echte Berufung zum Journalismus spürt, sollte das Fach gleich studieren oder eine Journalistenschule besuchen. Doch die Praxis kann niemand ersetzen, auch keine Schule oder Universität. Also: Macht frühzeitig ein Praktikum oder noch besser ein Volontariat. Geht zu einer lokalen Zeitung oder zu einer Rundfunkstation und fragt, ob ihr dort hinter die Kulissen schauen, und einfach mal “mitlaufen” dürft. Auch als Neuling gibt es immer etwas anzupacken. Ihr müsst euch nur selbst darum kümmern, niemand wartet auf euch.”
Das Interview führte Jörn Pelzer.
























