17.07.2009

Sprung ins kalte Wasser: unsere erste Pressekonferenz

von admin in Allgemein

15.Juli 2009, dritter Tag der Sommerakademie und der erste Schock: Wir, die Teilnehmer der Akademie, gehen auf die offizielle Pressekonferenz des Trifolions in Echternach. Kneifen - keine Chance, schließlich geht’s hier um was. Gewappnet mit journalistischen Grundkenntnissen tauchen wir ein in die Welt der Presse.

Die Redner nehmen ihre Plätze ein und wir, ganz wie die Profis, schießen Probefotos, um die perfekte Beleuchtung und Position auszumachen. Hierfür musste Jil herhalten. Nach einigen über- und unterbelichteten Bildern von ihm, auf denen sein Blick immer finsterer wurde, hatte ich die perfekte Einstellung gefunden.


Fotos:Hannah Gräff
Diejenigen, die sich keine Kamera geschnappt haben, machen sich bereit zum schreiben. Was sich allerdings als äußerst schwierig herausstellt.

Ich hatte erwartet, dass die Konferenz auf Französisch, Deutsch oder sogar Englisch gehalten wird - aber nein! Sie war auf Letzeburgisch! Da ich eine Saarländerin bin, konnte ich ein paar Brocken verstehen, indem ich mein Ohr auf “Extrem-Dialekt” umschaltete, dennoch konnte ich alledem nicht folgen.

Nachdem ich mein Lachen zum Glück erfolgreich zurückhalten konnte, wobei ich ein paar verwackelte Fotos geschossen habe, startete ich richtig durch.


Fotos:Hannah Gräff

Zu früh gefreut…und das ganze zwei Mal

Als Special Guest trat die Musikgruppe Iguazu aus Lateinamerika auf. Doch bevor das Duo startete ging ein erlösendes Aufatmen durch unser Akademie-Team. Der Gitarrist erzählte etwas auf Englisch!

Doch die erste Freude über das „ich versteh was er sagt“-Gefühl wurde schnell zerstört, als er ins Französische umschwenkte (außer bei unserem Sprachen-Talent Daniel). Plötzlich wurde nichts mehr notiert. Wen wundert’s?
Nach diesem Auftritt begannen nun die Interviews. Hier wurde ein Redner abgefangen und befragt, bevor es ihnen gelang zu verschwinden (allerdings ist das nicht in alles Fällen gelungen). Dort wurde mit Iguazu das ein oder andere Foto geschossen. Auch unsere Selma posierte gekonnt mit den Künstlern, als würde sie selber ein Bandmitglied sein.


Foto:Lina Jackel

Aber was sehen wir stattdessen?

Plötzlich meldet sich mein Bauch und sagt: “Hunger!”

Als ich das Foyer betrat, sah ich das “Buffet” auf den Tischen stehen. Originelle Brotkörbe gefüllt mit belegten Broten. Bis auf diesen Korb hätten wir das auch selbst machen können. Es scheint sich wohl doch nur um eine Legende zu handeln, dass es nach Pressekonferenzen üppige Buffets für Journalisten gibt.

Alles in allem ein spannender Blick hinter die Kulissen einer Pressekonferenz, der mir Appetit auf mehr Journalismus gemacht hat.

Von: Hannah Gräff


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